Mittwoch, 12. Oktober 2016

28.10.2016 Duisburg Workshop "Health & Movement"

Es ist wieder Erfahrungsaustausch! Vom 28.-30.10.2016
Unter dem Motto "Health & Movement" laden wir junge Schlaganfall-Betroffene nach Duisburg ein.
  • Begleitet wird das Wochenende von Frau Dickenhorst, die sich in ihren Workshops besonders um die Betroffenen kümmern wird.
  • In diesem Jahr zeigt Herr Vogelsänger speziell den Paaren Lösungsmöglichkeiten auf.
  • Natürlich kommen auch die Angehörigen nicht zu kurz. Ihnen steht für Fragen und Probleme Herr Sriskandarajah zur Seite.
Neben von Experten begleiteten Workshops liegt der Fokus auf Gesundheit und Bewegung. Yoga, Nordic Walking oder Traumreise sind nur einige Angebote. Selbstverständlich besteht ausreichend Zeit für persönliche Gespräche.

Freuen Sie sich über ein sehr interessantes und abwechslungsreiches Programm ().
Die Teilnehmergebühr beträgt 90 Euro.

Anmeldung und Fragen

Haben wir Ihr Interesse oder Ihre Neugier geweckt? Dann finden Sie hier das Anmeldeformular - ausdrucken oder speichern, ausfüllen, abschicken.
Für Ihre Fragen wenden Sie sich gern an:
Sandra Rösemeier
Tel.: 05242 9770-19
E-Mail: sandra.roesemeier@schlaganfall-hilfe.de

Neurodegeneration Tau-Proteine auf Abwegen

BONN. Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) haben neue Erkenntnisse über die Rolle des Proteins Tau bei Hirnerkrankungen vorgestellt (PNAS 2016, online 26. September).

Ihre Studie deutet darauf hin, dass der Wirkstoff Rolofylline in der Lage sein könnte, Lern- und Gedächtnisprobleme abzumildern, die infolge aggregierender Tau-Proteine auftreten, heißt es in einer Mitteilung des DZNE.
Das Gehirn hat so manche Ähnlichkeit mit dem Internet: Bei beiden handelt es sich um Netzwerke, in denen Signale von einem Knoten zum nächsten übertragen werden. Anders als Computer sind Nervenzellen jedoch über bis zu einem Meter lange Axone miteinander verbunden, sogenannte Tau-Proteine tragen normalerweise zur Integrität dieser Strukturen bei.

Winzigen Fasern und Klumpen

Doch bei einer bestimmten Gruppe neurodegenerativer Erkrankungen – den "Tauopathien", zu denen beispielsweise Alzheimer gehört – gerät Tau auf Abwege: Es aggregiert zu winzigen Fasern oder Klumpen, was neuronale Störungen auslösen kann.
Die zugrundeliegenden Mechanismen sind aber nur grob verstanden. Eine effektive Therapie gibt es daher nicht.Dabei sterben die Nervenzellen nicht ab und scheinen auch nicht ernsthaft krank zu sein. Sie geraten nur in eine Art Schlummerzustand.
Dafür fanden die Forscher ein mögliches Gegenmittel: Der Wirkstoff Rolofylline kann die neuronale Aktivität wiederherstellen, er verstärkt den Signalaustausch zwischen den Nervenzellen und ist so in der Lage, Lern- und Gedächtnisstörungen abzumildern.
Die Wissenschaftler konnten diesen Effekt an Mäusen nachweisen, in deren Gehirnen sich Tau-Aggregate angehäuft hatten. Rolofylline wurde ursprünglich zur Therapie von Nierenfunktionsstörungen bei Herzpatienten entwickelt. Der Wirkstoff bindet an Adenosin-A1-Rezeptoren, als Folge werden Signalwege blockiert, die ansonsten die neuronale Aktivität herunterregulieren.

Tau-Aggregate wie Betonmauer?

Das könnte für Menschen mit neurodegenerativen Erkrankungen von Nutzen sein. "Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass Rolofylline für die Behandlung von Nervenstörungen geeignet sein könnte, die aufgrund einer Tauopathie auftreten. Dies macht den Wirkstoff zu einem heißen Kandidaten für weitere Untersuchungen", wird Frank Dennissen, Mitglied in der Arbeitsgruppe Mandelkow und Erstautor der aktuellen Veröffentlichung in der Mitteilung zitiert.
"In gewisser Weise ähneln die Tau-Aggregate einer Betonmauer, die ein Funksignal blockiert. Rolofylline scheint wie ein Verstärker zu wirken, der die Verbindung, trotz Hindernis, wiederherstellt." (eb)

Donnerstag, 29. September 2016

Tut Alkohol dem Herzen wirklich gut?

Herz-Kreislauf-Sterblichkeit

Tut Alkohol dem Herzen wirklich gut?

Dieser Frage widmete sich eine über 20 Jahre laufende Studie.
Wohl doch kein Schutz für´s Herz
Eine aktuelle Studie hat keinen Hinweis darauf gefunden, dass sich mäßiger Alkoholkonsum günstig auf die Herz-Kreislauf-Sterblichkeit auswirkt.
© volff/fotolia.com
ROM. Eine über 20 Jahre laufende dänische Studie mit fast 19.000 Krankenschwestern ("The danish nurses' cohort study") lieferte nach der Bereinigung um Gesundheits-, Lebensstil- und psychosoziale Faktoren keine Hinweise auf einen signifikanten günstigen Zusammenhang zwischen niedrigem oder moderatem Alkoholkonsum und der Herz-Kreislauf-Sterblichkeit.
Kombinierter Endpunkt war die Schlaganfall-, Herzinfarkt- und Herz-Kreislauf-Sterblichkeit, teilt die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK) zum Europäischen Kardiologiekongress (ESC) in Rom mit. Die Studienautoren fanden auch keinen signifikanten Zusammenhang zwischen niedrigem bis mittlerem Alkoholkonsum mit den separaten Endpunkten Schlaganfall und Herzinfarkt.

Täglich 150 ml Wein

Ausgewertet wurden Fragebögen zum Alkoholkonsum in Kombination mit dem dänischen Diagnose-spezifischen Krankenhausentlassungs-Register, Todesursachen und Gesundheitsstatus.
Eine auf dem ESC-Kongress präsentierte Studie aus Israel und den USA untersuchte den Einfluss moderaten Alkoholkonsums auf das Fortschreiten der Atherosklerose der Karotis bei Patienten mit gut kontrolliertem Typ 2-Diabetes, die ansonsten keinen Alkohol zu sich nahmen.
Während der zweijährigen Untersuchungsdauer der CASCADE-Studie erhielten die Probanden täglich entweder 150 ml Mineralwasser, Weißwein oder Rotwein, heißt es in der DGK-Mitteilung. Alle Teilnehmer hielten eine mediterrane Diät ohne Beschränkung der Kalorienzahl ein.

Gesamt-Plaque-Volumen zeigt keine signifikante Veränderung

Zu Studienbeginn sowie nach zwei Jahren wurden das Gesamt-Plaque-Volumen der Halsschlagader und das Gefäßwandvolumen mittels 3D-Ultraschall gemessen. Es lagen verwertbare Ultraschall-Bilder von 174 Patienten vor, bei der Erstuntersuchung wurde bei 55 Prozent Plaque in der Halsschlagader gefunden.
Das durchschnittliche Gesamt-Plaque-Volumen veränderte sich in der Gesamtgruppe nicht signifikant, ebenso wenig in den Kontrollgruppen. Allerdings ergab eine Detailanalyse der 78 Patienten mit zu Studienbeginn feststellbarer Plaque, dass im Drittel mit der stärksten Plaque der Weinkonsum mit einer etwas stärkeren Plaque-Reduktion assoziiert war. Bezüglich des Gefäßwand-Volumens zeigten sich keine signifikanten Veränderungen in den drei Gruppen. (eb)

Schlaganfall zerstört soziale Kontakte

Britische Studie

Schlaganfall zerstört soziale Kontakte

LONDON. Ein Schlaganfall kann sich negativ auf das soziale Netzwerk einer Person auswirken, haben Forscher der City University London dokumentiert (JSLHR 2016; 59: 772-783).

Der Kontakt zu den Kindern und Verwandten blieb ziemlich stabil, heißt es in einer Mitteilung zur Veröffentlichung der Studie. Allerdings berichteten viele Überlebende eines Schlaganfalls, dass sich die Zahl der Freunde, die sie sahen, signifikant reduzierte. Vor dem Schlaganfall sagten 14 Prozent, dass sie einen oder keinen Freund hätten; sechs Monate nach einem Schlaganfall stieg diese Zahl auf 36 Prozent, wobei 20 Prozent angaben, gar keinen engen Freund zu haben.

Das Team der City University befasste sich mit 87 Überlebenden von zwei Schlaganfallstationen in London. Sie führten mit den Teilnehmern zwei Wochen, drei Monate und sechs Monate nach dem Schlaganfall eine Befragung durch und analysierten dabei Kriterien, wie soziale Beziehungen einschließlich Frequenz der Kontakte zu Freunden sowie Verwandten und Zufriedenheit bezüglich dieser Kontakte.

Ein Faktor, der die Personen besonders dem Risiko des Kontaktverlusts zu ihrem sozialen Netzwerk aussetzt, ist die Aphasie, heißt es in der Mitteilung. Bei etwa 15 Prozent der Überlebenden eines Schlaganfalls ist die Aphasie ein Zustand, der ein Leben lang anhält und Grund für viel Frustration ist. Neuste Forschungen weisen darauf hin, dass dies die Fähigkeit der Person, zufriedenstellende soziale Beziehungen aufrechtzuerhalten, erschweren kann, sogar mehr als die Schwere des Schlaganfalls oder die körperliche Einschränkung. (eb)

Sonntag, 14. August 2016

Den zweiten Schlaganfall verhindern - 18 Organisationen entwickeln optimale Vorsorge für Schlaganfallpatienten

Die neue S3-Leitlinie „Sekundärprophylaxe ischämischer Schlaganfall und transitorische ischämische Attacke – Teil 1“ fasst neueste Erkenntnisse zum Schutz vor einem erneuten Schlaganfall zusammen. Der optimale Schutz für möglichst viele Patienten.
Berlin, März 2015 – Jedes Jahr erleiden in Deutschland 270 000 Menschen zum ersten Mal oder wiederholt einen Schlaganfall. Zwar überleben ihn immer mehr Menschen – das Risiko für einen weiteren Schlaganfall steigt nach einem ersten aber deutlich: Zehn Prozent dieser Patienten erleiden noch im gleichen Jahr einen weiteren Schlaganfall. Gezielte Prävention kann die Risikofaktoren reduzieren. Aus diesem Grund haben die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) und die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) federführend die erste S3-Leitlinie „Sekundärprophylaxe ischämischer Schlaganfall und transitorische ischämische Attacke“ entwickelt. Der erste Teil dieser Leitlinie wurde nun auf den Leitlinienplattformen der DGN (www.dgn.org) und der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e.V. (www.awmf.org) veröffentlicht.
Neben DGN und DSG haben 16 weitere medizinische Fachgesellschaften, Berufsverbände und weitere Organisationen die Leitlinie mit verabschiedet. Die methodische Betreuung erfolgte durch das Centrum für Schlaganfallforschung Berlin (CSB) der Charité. Professor Dr. med. Matthias Endres von der Charité und Mitglied der vierköpfigen Leitlinien-Steuergruppe erklärt: „Diese Leitlinie fasst die aktuellen Erkenntnisse zusammen und gibt den behandelnden Ärzten klare Empfehlungen. Das ist die Voraussetzung dafür, möglichst viele Patienten in Deutschland vor einem neuen Schlaganfall zu bewahren.“
Ischämischer Schlaganfall und TIA
Ein ischämischer Schlaganfall entsteht, wenn eine Gehirnarterie durch ein Blutgerinnsel verstopft wird – die häufigste Ursache für einen Schlaganfall. Eine Transiente Ischämische Attacke (TIA) ist eine milde Form. Sie dauert nur Sekunden oder Minuten und die Symptome bilden sich wieder vollständig zurück. Die TIA gilt aber als Vorstufe und Warnzeichen für einen drohenden ischämischen Schlaganfall. Diese Patienten müssen daher untersucht und möglicherweise muss eine Schlaganfallprophylaxe eingeleitet werden.
Aufwändige Prozesse für die beste Empfehlung – ohne Beeinflussung durch Partialinteressen
Leitlinien sind Empfehlungen von auf ein bestimmtes Gebiet spezialisierten Medizinern und Wissenschaftlern für ihre ärztlichen Kollegen. S3-Leitlinien besitzen die höchste Qualität, denn sie entstehen in einem aufwändigen Prozess mit vielen beteiligten Experten und Organisationen und verfügen dadurch über eine große inhaltliche Sicherheit – das Risiko, dass sich bewusst oder unbewusst Interessen Einzelner durchsetzen könnten, wird durch die stark reglementierten Entscheidungsstrukturen deutlich minimiert.
Die neue S3-Leitlinie zur Sekundärprophylaxe ischämischer Schlaganfälle wurde im Rahmen eines strukturierten zweistufigen Prozesses entwickelt: Zuerst wurden neueste wissenschaftliche Ergebnisse von Experten evaluiert und daraus Behandlungsempfehlungen abgeleitet. Dafür wurden mehr als 4500 wissenschaftliche Arbeiten gesichtet. Darauf folgte eine formale Konsensfindung unter den teilnehmenden Fachgesellschaften, Berufsverbänden und Organisationen, sodass bei allen Empfehlungen dieser S3-Leitlinie ein größtmöglicher interdisziplinärer Konsens entstand. Für maximale Transparenz des gesamten Entwicklungsprozesses wurden die einzelnen Schritte in einem detaillierten Methodenreport dokumentiert. Dieser ist auch über die DGN- und AWMF-Website verfügbar.
Leitlinie in zwei Teilen
Der nun erschienene Teil 1 der Leitlinie behandelt die wichtigsten Therapieansätze zur Schlaganfallprävention: den Einsatz von Thrombozytenfunktionshemmern, die Behandlung der Hyperlipidämie, die orale Antikoagulation bei Vorhofflimmern und die Therapie der arteriellen Hypertonie. Der zweite Teil der S3-Leitlinie befindet sich aktuell noch in der Entwicklung: Darin werden acht weitere Themenbereiche der Sekundärprophylaxe des Schlaganfalls, wie zum Beispiel Lebensstiländerungen zur Risikoreduktion, behandelt. Sobald beide Teile der Leitlinie veröffentlicht sind, wird außerdem eine Version für Patienten und Angehörige erscheinen, in der der Inhalt der S3-Leitlinie für Laien verständlich zusammengefasst wird.
Die Bedeutung von Leitlinien
Die Empfehlungen dieser S3-Leitlinie sind anders als Gesetze nicht bindend. Sie müssen vor dem Hintergrund der Situation eines individuellen Patienten betrachtet und vom behandelnden Arzt gegebenenfalls modifiziert werden. Leitlinien haben einen hohen Stellenwert bei der flächendeckenden Qualitätssicherung in der Medizin.

Literatur
Endres, M., Diener H.-C., Röther J., Behnke M. (Steuergruppe): Sekundärprophylaxe ischämischer Schlaganfall und transitorische ischämische Attacke, Hrsg.: Deutsche Gesellschaft für Neurologie, Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft 2015. Online: www.dgn.orgund www.awmf.org

Fachlicher Kontakt bei Rückfragen:

Prof. Dr. med. Matthias Endres
Mitglied der Steuergruppe Charité - Universitätsmedizin Berlin
Direktor der Klinik für Neurologie
Charitéplatz 1, 10117 Berlin
Tel.: + 49 (0)30 450 560 102, Fax: + 49 (0)30 450 560 932
E-Mail: matthias.endres@charite.de

Prof. Dr. med. Joachim RötherPressesprecher der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft (DSG)
Chefarzt der Neurologischen Abteilung
Asklepios Klinik Altona, Paul-Ehrlich Straße 1, 22763 Hamburg
Tel.: 040 1818 81-1401
E-Mail: j.roether@asklepios.com

Prof. Dr. med. Hans-Christoph Diener
Mitglied der Steuergruppe
Pressesprecher der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN)
Direktor der Neurologischen Universitätsklinik Essen, Hufelandstr. 55, 45122 Essen
Tel.: +49 (0)201 7232460
E-Mail: h.diener@uni-essen.de

Pressestelle der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft
Tel.: +49 (0)711 8931-380
Fax: +49 (0)711 8931-167
E-Mail: arnold@medizinkommunikation.org
 
Pressestelle der Deutschen Gesellschaft für Neurologie
Tel.: +49 (0)89 46148622
Fax: +49 (0)89 46148625
E-Mail: presse@dgn.org

Schlaganfall-Patientenscout: Termine 2016 in Berlin

Schlaganfall-Patientenscout: Termine 2016 in Berlin: 30.08.2016 Autofahren nach Schlaganfall – Wissenswertes aus medizinischer Sicht Prof. Diethard Steube Chefarzt der Neurologie ZAR Berlin – ...

Termine 2016 in Berlin

30.08.2016 Autofahren nach Schlaganfall
– Wissenswertes aus medizinischer Sicht Prof. Diethard Steube Chefarzt der Neurologie ZAR Berlin – Zentrum für ambulante Rehabilitation

27.09.2016 Entscheidungen am Lebensende
– Was kann ich tun, damit mein Wille geschieht?
Prof. Dr. Andreas Meisel Oberarzt der Klinik für Neurologie Charité - Universitätsmedizin Berlin, CSB

25.10.2016 Depression nach Schlaganfall 
Doris Gause Psychologische Psychotherapeutin Medical Park Berlin

29.11.2016 Was sind die Bausteine der Schlaganfallprävention? 
Prof. Dr. Bruno-Marcel Mackert Chefarzt der Klinik für Neurologie Vivantes Auguste-Viktoria-Klinik

Veranstaltungsort:
Auditorium CharitéCrossOver-Gebäude Erdgeschoss,
Virchowweg 6,
10117 Berlin
Zeit: jeweils 17:00 – 18:30 Uhr


Mehr Informationen unter
www.schlaganfallallianz.de/fileadmin/redaktion/bsa/07_Fortbildung/Flyer_Info_2016.pdf

Montag, 25. Juli 2016

Illegaler Wirkstoff: Warnung vor Potenzmittel "Cobra Power"

11.07.2016
Das Landesuntersuchungsamt Rheinland-Pfalz (LUA) warnt vor dem illegalen Potenzmittel „Cobra Power“. LUA-Fachleute haben in den Kapseln den Viagra-Wirkstoff Sildenafil nachgewiesen. Was die vom Zoll sichergestellten blauen Kapseln so gefährlich macht: Sildenafil kann Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Schwindel, Verdauungs- und Sehstörungen hervorrufen. Bei gleichzeitiger Einnahme mit einer Reihe von Herzmedikamenten drohen zum Teil lebensgefährliche Wechselwirkungen. Produkte mit Sildenafil sind in Deutschland deshalb zulassungs- und verschreibungspflichtig und werden nur unter ärztlicher Aufsicht zur Behandlung von Erektionsstörungen eingesetzt. Eine solche Zulassung hat "Cobra Power" offensichtlich nicht.